Energieausweis ab 2027: Das ändert sich für Immobilien

Der Energieausweis ist bei Immobilien längst mehr als eine Formalität. Für Kauf- und Mietinteressenten liefert er wichtige Informationen über den energetischen Zustand einer Immobilie. Für Eigentümer und Vermieter ist er insbesondere bei Verkauf und Vermietung relevant.

Ab Januar 2027 ändern sich die Anforderungen an Energieausweise deutlich. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bringt zusätzliche Pflichtangaben, neue Vorgaben für bestimmte Situationen und einen stärkeren Fokus auf digitale Energieausweise.

Was wird im Energieausweis künftig angegeben?

Ab 2027 müssen Energieausweise unter anderem den absoluten Primärenergieverbrauch und den Endenergieverbrauch ausweisen. Auch eingesetzte erneuerbare Energien müssen klar benannt und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Für Interessenten bedeutet das: Beim Kauf oder bei der Anmietung lassen sich die energetischen Eigenschaften einer Immobilie künftig noch besser einschätzen.

Der Energieausweis wird digital

Eine weitere wichtige Änderung: Ab dem 1. Januar 2027 wird der digitale, maschinenlesbare Energieausweis zum Standard. Eine Papierfassung kann auf ausdrücklichen Wunsch des Eigentümers weiterhin ausgestellt werden.

Auch in Immobilienanzeigen gibt es neue Anforderungen. Künftig muss unter anderem das Ausstellungsdatum des Energieausweises angegeben werden.

Was bedeutet das für Eigentümer?

Für Eigentümer wird vor allem wichtig, wann ein Energieausweis benötigt wird und welche Anforderungen er erfüllen muss.

Bei einem Verkauf oder einer Neuvermietung bleibt die Pflicht bestehen. Neu hinzu kommen unter anderem bestimmte Verlängerungen von Mietverträgen sowie größere Renovierungen, bei denen künftig ebenfalls ein Energieausweis erforderlich sein kann.

Auch die Anforderungen an einen Verbrauchsausweis werden strenger: Der Endenergieverbrauch muss künftig nach Energieträgern differenziert und jährlich über einen Zeitraum von zwei Jahren erfasst werden.

Für Eigentümer bedeutet das: Wer seine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte oder größere Modernisierungen plant, sollte frühzeitig prüfen, ob ein gültiger Energieausweis vorhanden ist und ob die erforderlichen Daten vorliegen.

Was bedeutet das für Käufer und Mieter?

Auch für Immobilieninteressenten wird der Energieausweis zunehmend wichtiger. Neben Lage, Kaufpreis, Wohnfläche und Ausstattung kann der energetische Zustand einer Immobilie entscheidend sein – schließlich können Energieverbrauch und mögliche Modernisierungskosten die langfristigen Wohnkosten beeinflussen.

Wer eine Immobilie kaufen oder mieten möchte, sollte den Energieausweis deshalb nicht nur als Pflichtdokument betrachten, sondern die darin enthaltenen Informationen bei der Entscheidung berücksichtigen.

Fazit

Die Änderungen ab 2027 machen den Energieausweis umfangreicher und digitaler. Für Eigentümer bedeutet das vor allem zusätzliche Anforderungen bei bestimmten Anlässen. Für Käufer und Mieter wird er gleichzeitig zu einer noch wichtigeren Informationsquelle.

Quelle: Haufe – Energieausweise ab 2027: Was sich alles ändert


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